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or now, I don't have any idea how to fill that damn space up here. It's supposed to be some kind of attention-getter, I suppose...
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context is all
context is all [2001]

01 Mondanglo
02 Southstreet
03 Eldorator
04 Island
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Mondanglo
Könnte es ein besseres EP-Intro als dieses lakonische "Fuck off" ganz am Anfang geben?! Dieser Song ist der vielleicht "newyorkigste" auf der EP, weil er am besten das nicht enden wollende Tempo dieser Stadt wiedergibt. Er würde meiner Meinung nach auch einen hervorragenden Live-Opener abgeben, weil er von Anfang an und völlig ohne jedes Geplänkel abgeht. Außerdem denke ich immer, dass man sich dem unwiderstehlichen Groove des rotzigen Bass-Riffs einfach nicht entziehen kann...

Southstreet
An meinem letzten Tag in New York habe ich einige Stunden am South Street Seaport verbracht. Es gab dort einen Steg für Touristenboote, der so schön knirschte und quietschte, dass ich ihn einfach aufnehmen musste. Wenn man genau hinhört, kann man ihn im ruhigen Teil am Anfang des Songs hören. Diese Passage spiegelt in meinen Ohren die typische - wenn auch "leicht" verherrlichte - Atmosphäre einer kleinen Hafenstadt wider. Auch wenn ich dort nirgends echte Seeleute gesehen habe, passte das ganz gut zur Stimmung an diesem Tag unten am South Street Seaport...

Eldorator
Fragt mich nicht, woher diese Kurzwellen-Stimmen kommen, aber sie gefielen mir sehr gut, vor allem in Verbindung mit der leiser werdenden Flughafen-Atmosphäre (JFK) am Ende von "Southstreet". Dieser Song war der erste, den ich für die EP aufgenommen habe, und zu der Zeit habe ich noch ziemlich lose mit der Kombination von elektronischem und echtem Schlagzeug experimentiert. Vielleicht klingt er am Anfang etwas techno-mäßig, aber durch den Dulcimer klingt er meiner Meinung nach fast schon etwas angestaubt und auch irgendwie stimmungsvoller. Komischwerweise erinnert mich die Dulcimer-Melodie an französisch-italienische Filme aus den späten 60ern, und sie hat auch irgendwas von Little Italy...

Island
Ich liebe dieses naive und unbekümmerte Loop, das ich aus einem Schlagersong habe, über den ich rein gar nichts weiß (Wie lautet der Titel? Wer hat ihn gesungen? Von wann ist der Song?). Es hat mich eine Weile gekostet, es zu editieren, weil es wirklich sehr schlecht eingespielt wurde, aber ich musste diesen Part einfach verwenden! Eigentlich wollte ich einen Muezzin im zweiten Teil der Brücke haben, aber ich konnte kein passendes Sample finden. Stattdessen blieb ich bei meiner vorläufigen Zwischenlösung Nusrat Fateh Ali Khan, der viel besser klang, als ich zunächst gedacht hatte. Am meisten mag ich bei diesem Song die Kombination aus echten Drums und synthetischen Breakbeats, denn sie passen gut zusammen und sind irgendwann nicht mehr auseinanderzuhalten. Der eine oder andere könnte den Song für zu kurz halten, aber ich dachte, das alles gesagt ist und wollte niemanden mit einer stinklangweilgen Wiederholung eines Songparts langweilen, und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich diesen Song ans Ende von "Context is all" gestellt habe...