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or now, I don't have any idea how to fill that damn space up here. It's supposed to be some kind of attention-getter, I suppose...
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how tall is robin gibb?
how tall is robin gibb? [2007]
 
 
01 intro_ ride on, mother 1_49
02 my private urville 3_59
03 frumpi gras 2_56
04 monsieur mejot 3_52
05 daddy-o (tbc.) 5_46
      i. the day of days
      ii. the talk of what
      iii.the end of day
06 viberator 5_12
07 thinks eh kens it aw 3_43
08 whirligiggles 4_13
09 outro_ tattoo you 1_56
10 bonus track_ percipience fiction 4_18
Creative Commons License
intro_ ride on, mother
musikalisch schlägt "ride on, mother" meiner meinung nach in eine kerbe mit "(and dude) break we did", dem opener von "i've got braces, too!". da ich aber auf keinen fall wieder so einen song dabeihaben wollte, entschied ich mich, das thema nur kurz anzureißen und dann nicht musikalisch, sondern technisch umzudrehen und schnell wieder ausklingen zu lassen.
die samples zu beginn sollen genauso wie das vö-datum suggerieren, dass es sich um ein sommeralbum handelt.
 
my private urville
ich gestehe: ich habe als jugendlicher ganze fußballmannschaften und bands erfunden, entwickelt und gezeichnet. all das hat in meinem kopf existiert, obwohl mir natürlich klar war, dass es diese menschen nicht wirklich gibt.
der franzose gilles trehin ist autist und hat eine komplette stadt erfunden, entwickelt und sie ebenfalls gezeichnet. als ich dies in einem interview las, fühlte ich mich verständlicherweise endlich bestätigt, war dennoch irgendwie überrascht, vor allem aber seltsam fasziniert - es juckte mich in den fingern, es ihm gleichzutun. offenbar war und bin ich aber nicht autist genug, also nahm ich seine idee und vertonte sie "nur". zu hören ist natürlich nicht die ganze stadt, aber ein teil davon steht schon...
 
frumpi gras
das diesem stück zugrundeliegende loop stammt von der band buzzard, deren gitarristen patrick walsh ich nach langen jahren endlich im internet ausfindig gemacht hatte. ich trat also mit ihm in kontakt und erzählte ihm u.a., dass ich in der vergangenheit ein paar teile ihres albums "churp!!!" in eigenen songs verwendet hätte und aktuell wieder dabei wäre, einige davon zu recyceln. netterweise erlaubte er mir diese fledderei bzw. ermutigte mich sogar, damit geld zu verdienen. das habe ich jedoch gar nicht vor, nett finde ich es trotzdem.
als ich noch dus diva war, hieß der song "10 years away" und handelte vom älterwerden.
 
daddy-o (tbc.)
dieser song entstand unmittelbar nach einem sehr ernsten gespräch, das ich mit meinen eltern geführt hatte. während ich selber noch zu verstehen versuchte, was es überhaupt gebracht hat und was es wohl noch bringen könnte, kam ein teil zum nächsten. das ergebnis klang zum einen konfus, was auch meinen gemütszustand widerspiegelte, zum anderen verbanden sich die unterschiedlichen teile seltsam harmonisch, was wohl sowas wie ausdruck meiner hoffnung war, wohin die reise für uns gehen würde. der "to be continued"- zustand hält übrigens tatsächlich noch an...
 
viberator
in der vergangenheit habe ich mit daghoti. musikalische themen gerne kurz angerissen und ihnen nur selten platz zum atmen gegeben. auf "context is all" war dies das vorherrschende konzept, also durchaus so gewollt. auch auf "i've got braces, too!" ist es mir durchaus manchmal noch herausgerutscht, manchmal öfter und deutlicher, als ich das vorgehabt hatte. ein blick auf die songlängen bei "how tall is robin gibb?" lässt den schluss zu, dass ich mich diesbezüglich durchaus weiterentwickelt habe. vielleicht bin sogar besser geworden!?
wie dem auch sei - das arrangement dieses songs entpringt meinem bedürfnis, verschiedene parts wirklich einmal länger laufen zu lassen und ihnen platz zur entfaltung zu geben.
 
thinks eh kens it aw
der arbeitstitel lautete "post-civil war opportunists", was etwas mit dem verwendeten hauptloop zu tun hat, der aus dem buzzard-song "carpetbaggers" stammt. im weiteren verlauf verkürzte ich den titel kryptisch zu "p-cwo", bis ich schließlich auf die idee kam, das stück mit einem reggae-teil ausklingen zu lassen. das sprachsample im mittelteil, in dem peter tosh die spiritualität von reggae erläutert, dient zum einen als ankündigung, zum anderen aber vielleicht auch als anklage, dass der spätere reggae-teil mit dieser einschätzung nicht wirklich viel zu tun hat.
der titel selber stammt übrigens aus "filth" von irvine welsh, ist also eher schottisch als jamaikanisch. da ich selber mit spiritualität nicht viel am hut habe, passte er m.e. aber wie die faust auf auge...
 
whirligiggles
das immer wieder auftauchende geräusch stammt von einem altertümlichen kreisel, der auf einmal bei uns in der wohnung auftauchte. ich habe mich zeitweise relativ autistisch mit ihm befasst und ihn schließlich aufgenommen, was gut war, denn mittlerweile hat niemand hier mehr eine ahnung, wo er abgeblieben ist...
 
outro_ tattoo you
hierbei handelt es sich ursprünglich um das ende des songs "the pelvis man". dieser basierte maßgeblich auf den von soulseek records einmal im rahmen eines remix- wettbewerbes zur verfügung gestellten samples zu "deep", einem song ihres künstlers saskia. leider antwortete nie jemand auf meine mails, ob ich diesen song veröffentlichen darf, also habe ich ihn sicherheitshalber weggelassen bzw. nur das vergleichsweise unverfängliche ende verwendet bzw. zu einem outro "umgebaut".
der entschluss, "the pelvis man" wegzulassen, fiel mir aber vor allem deshalb leicht, weil ich es auch nach vielen versuchen nicht auf die reihe bekam, die (echten) drums weniger harsch klingen zu lassen. mit anderen worten: man wird den song also möglicherweise erst posthum auf einem überteuerten best of-album zu hören bekommen...
 
bonus: percipience fiction
wm recordings hatten eine neue compilation ausgeschrieben, aber ich habe erst nicht so recht gewusst, was sie eigentlich wollen. ich schickte dem compilator ton rückert ein erstes spontan entstandenes songgerüst und fragte ihn, ob ich das wohl so richtig verstanden hätte, was er bejahte. der song schaffte es auf "mystic moods" (wm063), aber ich hatte das bedürfnis, ihn trotzdem auch auf "how tall is robin gibb?" zu packen. da "percipience fiction" aber m.e. nicht 100%-ig zu den anderen songs passte, konnte er höchstens als bonustrack enthalten sein. man sollte den song daher tatsächlich in erster linie als maßgeschneiderten beitrag zu "mystic moods" verstehen.